Nur Mutter. Just a Mother.

English below.

Meine letzten beiden Beiträge waren schon etwas Frauen / Mutter lastig. Dieser wird es auch.

Viele Menschen und noch mehr Frauen haben das Problem sich nicht gut genug zu fühlen. Das ist so ein riesiges Thema, dass es mehr als einen Beitrag füllen wird. Heute picke ich ein Detail heraus, nämlich „nur“ Mutter zu sein.

Ich bin seit fast 5 Jahren nur Mutter. Durch den Umzug von Wien nach Frankfurt als ich schwanger war, hätte ich sowieso meine Arbeitsstelle ändern müssen und als mein Sohn auf die Welt kam, habe ich beschlossen bis zum Kindergartenalter für ihn da zu sein. Da meine Tochter dann nachkam, arbeite ich immer noch nicht.

Es ist schon seltsam, mir fehlt die Arbeit gar nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich Arbeit in meinem Leben unterbringen könnte, vor allem da beide Kinder noch nicht im Kindergarten sind. Wenn ich gefragt werde was ich mache, fühlt es sich aber immer noch komisch an zu sagen, dass ich Hausfrau bin. Fühlt sich auch komisch an es zu schreiben. Hausfrau… da sollte wirklich ein neuer Begriff her, denn mit diesem kann ich mich so gar nicht identifizieren. Ja, ich bin eine Frau. Ja, ich bin zu Hause. Aber da ist so viel mehr.

Ich bin Lehrerin, Krankenschwester, Ärztin, Musikerin, Tänzerin, Clown, Köchin, Bäckerin, Trainerin, Mediatorin, Coach, Frisörin, Schneiderin und noch vieles mehr. Was ich teilweise an einem Tag an Aktionen unterbringe, erstaunt mich selbst. Und dann muss ich die Frage beantworten, was ich mache und sage meistens, Mutter. Das ist irgendwie so ein Überbegriff für all die Dinge die wir den ganzen Tag tun. Unser Beruf. Die Jobbeschreibung liest sich dann ungefähr so:

Du musst stressresistent und unfassbar geduldig sein. Deine Gesprächsthemen werden sich auf den Windelinhalt und dessen Häufigkeit fokussieren. Es wäre wünschenswert, wenn du lächeln würdest während du ihren Hintern sauber machst. Du solltest gerne nachts aufstehen, auch mehrmals und am besten eigentlich gleich dein Bett mit ihnen teilen. Du darfst sie den ganzen Tag mit Liebe überströmen, sie bespaßen und tolle Sachen mit ihnen unternehmen, denn zu Hause rumsitzen mögen sie gar nicht. Pausen kannst du dir gönnen, wenn sie Mittagsschlaf machen, aber was du mit dem großen Bruder machst, der nicht mehr schläft, musst du selbst wissen. Urlaub gibt es dann in 14 Jahren. Krankenstand ist leider nicht möglich. Du bist zu 100% den ganzen Tag und die ganze Nacht für sie und ihre Entwicklung und vor allem für ihr Glück verantwortlich.

Was sie bieten: Bezahlung gibt es leider nicht. Dafür belohnen sie dich mit Küsschen (wenn ihnen danach ist), süßen Lächeln, tolle Geschichten (wenn sie dann alt genug zum Sprechen sind) und selbst gemalten Bildern. Keine Sorge, sie geben dir all die Hormone bei der Geburt mit, die du brauchst um all das zu schaffen, während du keine Nacht durch schläfst.

Das Verrückte an dieser Geschichte, es ist tatsächlich so! Das verrücktere, ich mache es gerne! Und das aller verrückteste, trotzdem bekommt man gesagt oder sagt es selbst, dass man NUR Mutter ist.

Für mich war es die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Ist es manchmal hart? Oh ja, an manchen Tagen treiben sie mich so in den Wahnsinn, dass ich Angst vor meinen eigenen Gedanken habe. Und an manchen Tagen bin ich so müde, dass ich mich frage, wie ich noch 10 Stunden bis zum Schlafen gehen durchhalten soll.

Zahlt es sich aus? Ganz sicher! Die Freude die man mit Kindern erleben kann, ist mit nichts zu vergleichen. Der Spaß ist so rein und herrlich einfach. Es braucht nicht viel um Kinder glücklich zu machen, sie brauchen nur ihre Eltern, die für sie da sind und sie lieben. Ich bin dankbar mit ihnen zu sein und sie heranwachsen zu sehen.

Also ihr Mütter und Väter (gibt es ja auch immer öfter, dass der Vater zu Hause bleibt, allerdings selten für 3 Jahre), anerkennt was ihr leistet und geht nicht nur wieder arbeiten, weil ich denkt, dass es nicht genug wäre, nur Mutter zu sein. Gönnt euch die Zeit mit euren Kindern, sie sind nur einmal klein. Ihr dürft es genießen, es hat so viele schöne Seiten, die all die Anstrengungen wettmachen.

Ich will hier nicht sagen, dass es für jede Frau das Richtige ist bei den Kindern zu Hause zu bleiben. Ich sage nur, überlege warum du wieder arbeiten gehen willst. Ist es weil du Lust darauf hast oder ist es weil du denkst du solltest?

English:

The last two posts were a bit women / mother biased. This one will be as well.

A lot of people and even more women are feeling like they are not good enough. That’s such a huge theme, it will fill more than one post. Today I want to focus on, being “just” a mom.

Since almost 5 years I´m just a mom. After moving from Vienna to Frankfurt when I was pregnant, I would have had to look for a different job. When my son was born, I decided to stay at home until he is 3 years old. My daughter followed, so I´m still at home.

It´s really weird, I´m not missing work at all. I really can´t imagine how to fit it into my day especially since both children are not in kindergarten or school yet. When someone is asking me, what I´m doing, it still feels strange to say that I´m a housewife. Yes, I am a wife and I am at home. I really can´t identify myself with this description tough. There is so much more.

I´m a nurse, a doctor, a clown, a show master, a teacher, a hairdresser, a trainer, a coach, a mediator, musician, dancer, cook, baker and a lot more. How many things I do in one day is even for me astonishing. And then I have to answer this question; usually I´m saying I´m a mother. It´s kind of an umbrella term for everything above. Our job. The job description would be something like that:

You have to be stress resistant and unbelievable patient. The things you will be talking about will go down to how often, in what quantity and what colour they filled their nappy. It would be nice if you would be smiling while you wipe their bum and you should not mind to get up at night, a lot. Actually the best would be, if you would share your bed with them. You are allowed to overflow them with love and keep them busy all day. They don’t like sitting at home, so find something to do with them every day. You can have a break while they are having their lunch nap. What you are doing with big brothers, who aren´t sleeping during the day, is your problem. Holidays are possible in about 14 years. Unfortunately sick leave is not possible. You are to 100%, day and night responsible for them, their development and their happiness.

You get: No money, payment is not possible. You are getting kisses, hugs and lovely smiles. Once they are old enough there are also interesting stories and self-made pictures you will get from them. Don’t worry, all the hormones you need to get through all this without sleep, you will get when they pop out of you.

The crazy thing is, that’s exactly what my job is like and there is so much more. The crazier thing is, I do love my job. The craziest thing is, other people and myself are saying that, I´m just a mom. Sometimes I feel like it´s not enough to be, just a mom.

For me staying at home with my children was the best decision I could have made. Is it sometimes hard? Oh yes! Some of the days they are driving me so mad, that I´m afraid of my own thoughts. And quite often I feel so tired that I can´t imagine how to handle the next 10 hours before they go to bed. Is it worth it? Definitely! The joy and happiness you can experience when you are with children, is not comparable with anything else. To have fun with them is so easy, they really don´t need a lot. All they want is their parents to be there and love them. I´m very happy that I have the chance to stay at home with them and see them growing up.

So mothers and fathers (there are more and more fathers staying at home with the children, but rarely for 3 years) acknowledge what you are doing every day. Don´t go back to work because you feel like it´s not good enough to be just a mom. Allow yourself the time to enjoy being with your children, they are small only once and only for a short time.

I don’t want to say with this, that it´s the right thing for every woman to stay at home with their children, I´m just saying, rethink why you are going back to work.

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