Verloren und Wiedergefunden. Lost and Found.

English below.

Männer haben die Midlifecrisis, Frauen müssen sich selbst finden. In Wahrheit ist es ein und dasselbe und trotzdem machen sich die Frauen über die Männer lustig und die Männer über die Frauen. Ich würde sagen, dass sich fast jeder irgendwann im Leben fragt, was zur Hölle man da eigentlich treibt. Zum Beispiel jetzt! Was zur Hölle treibst du da? Bist du da wo du sein willst? Weißt du überhaupt was du willst und wo du hin willst?

Je nachdem wie alt man ist, wenn man sich diese Fragen stellt und ob man ein Mann oder eine Frau ist, wird dieser Lebensphase ein anderer Namen gegeben und mehr oder weniger Bedeutung zugeschrieben.

Mein Leben hat sich in meinen blutjungen 37 Jahren schon einige Male drastisch geändert. Dass ich mich alle paar Jahre frage, was ich hier eigentlich treibe, ist für mich schon fast normal geworden. Es kann mich schon noch aus der Bahn werfen, aber im Grunde bin ich daran gewöhnt immer wieder mal mein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

So auch in den letzten Wochen. Ich war mir einfach nicht mehr sicher, wer ich eigentlich bin (typisch Frau, hat sich irgendwo verloren und muss sich wieder finden), was ich eigentlich will und ich wusste auch nicht wie ich das ändern kann. Sehr intensiv habe ich mich damit beschäftigt und war frustriert, dass ich nicht gefunden habe was ich suche, obwohl ich nicht mal gewusst habe nach was ich tatsächlich auf der Suche bin.

Ich habe dann ein Hörbuch gehört von Veit Lindau, Seelengevögelt. Er hat gesagt, hör auf zu suchen und lass dich finden. Und da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Ich war schon wieder auf der Suche nach etwas. Ich habe vergessen loszulassen oder wie ich es lieber nenne, mich zu entspannen. Das heißt für mich nicht, dass ich nichts mehr mache, ganz im Gegenteil, es bedeutet, dass ich mich hinsetze, mir überlege was ich will, es niederschreibe und dann entspannt mein Leben lebe mit dem Vertrauen, dass es kommt. Natürlich habe ich diesen Prozess des Suchens gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen, aber ich hoffe, dass mit jeder Erfahrung ich diesen Prozess abkürzen kann.

Und tatsächlich, nur wenige Tage nachdem ich aufgehört habe zu suchen, wurde mir eines klar, wo ich jetzt bin, will ich sein. Ich bin die, die ich derzeit bin. Also eine liebende Vollzeitmutter von 2 Kindern und ich will mich dieser Aufgabe, die sie nicht mehr lange dauert, voll hingeben. Da fällt mir gleich das Buch, „Das kleine Ich bin Ich“ ein.

Auch wenn ich noch nicht weiß, was ich danach machen will und was mein großes Talent ist, ich weiß jetzt gerade ist alles gut so wie es ist. Meine Kinder gehen nicht in den Kindergarten und wir ziehen in einem Monat um! Wie sollte ich bitte JETZT einen neuen Beruf anfangen?

Ich bin froh, dass ich mich mal wieder gesucht habe, weil ich dachte ich hätte mich verloren, dadurch durfte ich feststellen, dass ich schon da bin wo ich jetzt sein will. Außerdem habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich von meiner Zukunft will. Wie ich dahin komme, das werde ich auf dem Weg sehen. Ich muss nur mein Ziel kennen.

Was brauchst du, um dich zu entspannen und das zu genießen was du hast? Weißt du was du willst oder lässt du dich treiben und hoffst irgendwann dort angespült zu werden wo es dir zufällig gefällt?

Tu dir selbst einen Gefallen, genieße und schätze was du hast. Der Fokus auf die guten DInge wird dir mehr von diesen bringen.

English:

Men experience the midlife crises and women need to find themselves. In reality it´s the same but still women are laughing at men and men are joking about women. I would say, nearly everybody asks themselves at one point in their life, and what the hell am I doing here? For example now! What the hell are you doing? Are you who you want to be and where you want to be? Do you actually know what you want?

Depending how old you are when you are asking yourself these questions, and if you are a man or a woman, this phase of your life has a different name and different meaning.

In my very young life of 37 years I had a few big changes. Asking myself, what I´m actually doing here is almost normal for me. It can still throw me off course but in fact I´m used to turn my life upside down every couple of years.

Like in the last few weeks. I wasn´t sure anymore who I am (typical woman, lost herself somewhere and has to find herself), what I actually want and I didn´t know how to change that. I tried a lot of different things and was frustrated because I couldn’t find what I was searching for, even though I didn’t really know what I was looking for.

A few days ago I was listening to a book of Veit Lindau, Seelengevögelt. He said, stop searching, and let it find you. That’s when I realised, I did it again, I was searching and I was trying hard to find something. I forgot to let go, or as I´m saying, relax. That doesn’t mean that I´m not doing anything, waiting for something to happen. No, not at all. I´m taking the time to think about what I want and write it down and then stop worrying about it and live my life knowing it will all come to me.  Of course, I needed the process of looking for it to get to this point, but I hope I can shorten the process more and more down with the experiences I´m making.  

And really only a few days after I stopped searching I realised that I am where I want to be and that I am who I am at the moment. A loving fulltime mum of two children. This won´t be for much longer and I want to enjoy the last few months I can spend all day with my children. I´m still doing things for myself, I´m taking a few hours a week off and leave the children with my friend. But the time we have together, I want to fully enjoy.

Even though I don´t know yet what I want to work at when they are in school and I don´t know my big talent yet. I know the way it is now, it is good. My children are not in a childcare and we are moving in one month! How and why would I start something new now?

I´m happy that I was once more at the point where I asked myself, what the hell I´m doing here.  This way I found out, that I am where I want to be now. It was also good because this way I was thinking of what I want and set a goal. How I´m going to get there, I will find out on my way. I “only” need to know my target, the rest will show up.

What is it you need to relax about? Do you know what you want of your life? Do you have a target or are you floating in a river, hoping that it will throw you out somewhere you like?

Do yourself a favour, enjoy and appreciate what you have, the focus on the good things will bring you more of them.

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