Erwartungen, Gift für jede Beziehung. Expectations, poison to every relationship.

English below.

Erwartest du viel von dir selbst oder von anderen? Oder bist du in der Eigenverantwortung? Oder meinst du das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun?

Erwartungen sind meiner Meinung nach das schädlichste für Beziehungen. Ganz egal, ob in einer Liebesbeziehung, zu Freunden, Verwandten oder Kollegen. Sie führen immer und zwar wirklich immer zu Ärger, Frustration und Streit. Das Problem an einer Erwartung an den anderen ist, dass der oder die andere gar nicht weiß was erwartet wird, sie darf es also auf wundersame Weise erraten. Und ratet sie falsch ist sie am Arsch.

Erwartungen haben wir aber nicht nur gegenüber unserem Partner, unserer Familie, unseren Kindern, unseren Kollegen, fremden Menschen, nein, wir haben sie auch uns selbst gegenüber. Das sind oft Programme, die unterbewusst ablaufen und wir uns bewusst anschauen sollten, denn solange wir Erwartungen an uns selbst stellen, die wir nicht erfüllen können, werden wir niemals mit uns zufrieden sein.

Zum Beispiel erwarte ich von mir, dass ich immer freundlich mit meinen Kindern umgehe, immer ruhig bleibe und die Fassung bewahre. Das schlechte Gewissen und die Enttäuschung wenn ich es nicht geschafft habe und meine Kinder angeschnauzt habe ist riesen groß.

Wenn du Erwartungen an andere Menschen hast, dann vergisst du gleichzeitig, dass du für dich und dein Leben verantwortlich bist. Du gibst deine Selbstwirksamkeit ab. Du gibst jemand anderen die Macht über dich und deine Gefühle, denn wird deine Erwartung nicht erfüllt, dann ärgerst du dich, bist wütend, traurig oder enttäuscht. Danach kannst du losziehen und all deinen Freunden erzählen wie arm du bist. Willkommen in der Opferhaltung.

Dabei erschaffst du dir ganz alleine dein Leben. Auch wenn dir die eine oder andere Situation passiert, ohne, dass du etwas dazu beigetragen hast, dann liegt es immer noch an dir wie du in dieser Situation reagierst, wie du damit umgehst und was du daraus machst. Und zwar zu 100%! Kein anderer Mensch ist für dein Leben verantwortlich, sondern du selbst. Alles andere sind Ausreden und Gejammere. Das befriedigt zwar deine Streitsucht, führt aber bestimmt nicht zu einer harmonischen Beziehung. Liegt es nicht zumindest in deiner Verantwortung der anderen Person zu sagen, was du von ihr oder ihm willst? Dadurch wird aus der Erwartung eine Frage oder eine Bitte. Dann kann diese Person entscheiden, ob sie das auch will oder nicht. Tust du das aber nicht und bleibst bei der geheimen Erwartung, dann kannst du nachher immerhin sagen, ich habe ja gleich gewusst, dass das passiert. Das hast du tatsächlich gewusst, denn wie hoch ist die Chance, dass jemand errät was du willst?

Ich werfe hier mit Steinen im Glashaus, denn auch ich bin nicht frei von Erwartungen und es treibt mich immer noch in den Wahnsinn, wenn meine Kinder, ich selbst oder mein Mann diese nicht erfüllen. Mit jeder Auseinandersetzung lerne ich aber dazu. Ich mache mir klar, was meine Erwartung war, was dahinter steckt, was ich eigentlich will und kann es dann beim nächsten Mal anders machen. Ich übe noch, doch ich kann spüren, dass ich besser werde.

Was erwartest du von dir selbst und was sind deine Erwartungen an deine engen Bezugspersonen? Machen dich diese Erwartungen glücklich? Bekommst du was du willst?

Oder bist du schon voll in der Selbstwirksamkeit, weißt genau was du willst und erschaffst es dir?

English:

Do you expect much from yourself or from others? Or do you know about your own responsivities? Or do you think one has nothing to do with the other?

Expectations are in my opinion the most harmful thing for relationships. No matter whether in a love relationship, with friends, relatives or colleagues. They always and indeed always lead to anger, frustration and quarrelling. The problem with an expectation of the other is that the other person does not know what is expected, so he or she is allowed to guess it miraculously. And if she guesses wrong, she’s screwed.

But we do not only have expectations towards our partner, our family, our children, our colleagues, strangers, no, we also have them towards ourselves. These are often programs that run subconsciously and we should look at ourselves consciously, because as long as we have expectations of ourselves that we cannot fulfil, we will never be satisfied with ourselves.

For example, I expect myself to always be friendly with my children, to always stay calm and keep my composure. The guilty conscience and disappointment when I have not made it and I gave out to them is huge.

If you have expectations of other people, you forget at the same time that you are responsible for yourself and your life. You give up your self-efficacy. You give someone else the power over you and your feelings, because if your expectations are not fulfilled, then you are angry, sad or disappointed. Then you can go out and tell all your friends how poor you are. Welcome to the sacrificial attitude.

You create your life all by yourself. Even if one or the other situation happens to you without you having contributed anything to it, it is still up to you how you react in this situation, how you deal with it and what you make out of it. And it is 100% up to you! No other person is responsible for your life, but you yourself. Everything else is excuses and whining. This may satisfy your quarrelsomeness, but it certainly does not lead to a harmonious relationship. Is it not at least your responsibility to tell the other person what you want from him or her? This turns expectation into a question or a request. Then this person can decide whether he or she wants it or not. But if you don’t do that and stick to the secret expectation, then you can at least say afterwards that you knew right away that this would happen. You actually knew that, because what are the chances that someone will guess what you want?

I am throwing stones in a glass house here, because I am not free of expectations either and it still drives me crazy when my children, myself or my husband do not fulfil them. But with every argument I learn more. I make it clear to myself what my expectations were, what is behind them, what I actually want and then I can do it differently next time. I still practice, but I can feel that I am getting better.

What do you expect from yourself and what are your expectations of your close caregivers? Do these expectations make you happy? Do you get what you want?

Or are you already full in self-efficacy, know exactly what you want and create it for yourself?

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s